Verkehrspsychologisches Screening

Das verkehrspsychologische Screening ist eine verkehrspsychologische Kurzuntersuchung für Bewerber um die Lenkberechtigung der Klasse D. Dabei werden wichtige Leistungsmerkmale und in einem verkürzten Gespräch unter anderem die Motivation für den Erwerb der Klasse D überprüft.

Für wen?Bewerber um die Lenkberechtigung der Klasse D.
Was wird geprüft?Beobachtung, Konzentration, Belastbarkeit und Koordination sowie die Motivation.
Kosten130 Euro exklusive Umsatzsteuer.

Was ist ein verkehrspsychologisches Screening?

Das Screening ist die gesetzlich vorgesehene verkürzte Form der verkehrspsychologischen Untersuchung für Bewerber um die Klasse D. Es soll feststellen, ob Hinweise auf Mängel der kraftfahrspezifischen Leistungsfähigkeit oder auf eine mangelnde Bereitschaft zur Verkehrsanpassung bestehen.

Wichtig: Das Screening ist nicht mit einer vollen verkehrspsychologischen Untersuchung (VPU) gleichzusetzen. Erst wenn das Screening entsprechende Verdachtsmomente ergibt, ist eine volle VPU durchzuführen.

Wer muss ein Screening absolvieren?

Nach der aktuellen Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung ist das verkehrspsychologische Screening für Bewerber um eine Lenkberechtigung der Klasse D vorgesehen. Es kommt zusätzlich zum ärztlichen Gutachten hinzu.

Änderung gegenüber älteren Informationen: Die frühere Regelung für L17-Bewerber ist nicht mehr Bestandteil der geltenden Bestimmung. Auf der bisherigen MeinSchein-Seite war dieser alte Ausnahmefall noch angeführt.

Wie läuft das Screening ab?

Das Screening besteht aus verkehrspsychologischen Testverfahren und einem verkürzten Explorationsgespräch. Die eingesetzten Verfahren müssen dem Stand der verkehrspsychologischen Wissenschaft entsprechen.

1BeobachtungsfähigkeitEs wird überprüft, ob relevante Informationen zuverlässig wahrgenommen und verarbeitet werden.
2KonzentrationDie Fähigkeit, Aufmerksamkeit über die erforderliche Zeit aufrechtzuerhalten, wird untersucht.
3Belastbarkeit & KoordinationAuch Leistungsfähigkeit unter Belastung und die Koordination sind Teil des Screenings.
4ExplorationsgesprächIn einem verkürzten Gespräch wird unter anderem die Motivation für den Erwerb der Klasse D thematisiert.

Was passiert, wenn das Screening Auffälligkeiten zeigt?

Ergibt das Screening einen Verdacht auf Mängel der kraftfahrspezifischen Leistungsfähigkeit oder auf eine mangelnde Bereitschaft zur Verkehrsanpassung, ist anschließend eine volle verkehrspsychologische Untersuchung durchzuführen.

Volle verkehrspsychologische Untersuchung

Was bei einer vollständigen VPU untersucht wird, wann sie angeordnet wird und welche Kosten entstehen, erklären wir auf einer eigenen Seite.

Zur verkehrspsychologischen Untersuchung

Wo kann das Screening gemacht werden?

Die verkehrspsychologische Stellungnahme darf nur von einer ermächtigten verkehrspsychologischen Untersuchungsstelle abgegeben werden. Den Termin vereinbarst du direkt mit einer solchen Untersuchungsstelle.

Was kostet das verkehrspsychologische Screening?

130 €Gesetzlich festgelegtes Entgelt für das Screening.
+ UmsatzsteuerDer in der FSG-GV genannte Betrag versteht sich exklusive Umsatzsteuer.
Volle VPUIst nach auffälligem Screening eine volle VPU nötig, gelten dafür eigene gesetzliche Entgelte.

Was muss ich zum Screening mitbringen?

Welche Unterlagen die jeweilige Untersuchungsstelle verlangt, erfährst du bei der Terminvereinbarung. Ein amtlicher Lichtbildausweis sollte jedenfalls mitgenommen werden; beachte zusätzlich die Angaben in deiner Terminbestätigung.

Tipp: Komm ausgeschlafen, konzentriert und rechtzeitig zum Termin. Das Screening prüft unter anderem Konzentration und Belastbarkeit – eine gute körperliche Verfassung ist daher sinnvoll.

Screening und Klasse D

Das Screening ist nur ein Teil der Voraussetzungen für die Lenkberechtigung der Klasse D. Zusätzlich sind unter anderem die altersabhängigen Voraussetzungen, die erforderliche Ausbildung, das ärztliche Gutachten und die Führerscheinprüfung zu beachten.

Führerschein Klasse D

Alle wichtigen Voraussetzungen und Schritte für den Busführerschein findest du in unserer Übersicht zur Klasse D und D1.

Zur Klasse D und D1

Kurz zusammengefasst

Das Screening ist für Bewerber um die Klasse D vorgesehen.
Geprüft werden jedenfalls Beobachtung, Konzentration, Belastbarkeit und Koordination.
Ein verkürztes Explorationsgespräch behandelt unter anderem die Motivation für die Klasse D.
Bei auffälligem Ergebnis ist eine volle verkehrspsychologische Untersuchung erforderlich.

Rechtsgrundlagen

Wesentliche Rechtsgrundlagen sind insbesondere § 17 Abs. 3 Z 1, § 18 Abs. 4 und § 23 Abs. 3 FSG-GV. Stand: September 2026.