Mit dem Führerschein ist die Ausbildung für Fahranfänger der Klassen A und B noch nicht abgeschlossen. Nach der Erteilung der Lenkberechtigung folgt die zweite Ausbildungsphase mit Perfektionsfahrt(en), Fahrsicherheitstraining und gezieltem Feedback zum eigenen Fahrverhalten.
Was bedeutet Mehrphasenausbildung?
Die Führerscheinausbildung endet nicht mit der bestandenen Prüfung. Der ersten Ausbildungsphase bis zur Erteilung der Lenkberechtigung folgt eine zweite Ausbildungsphase. Sie soll Fahranfängern Rückmeldung über ihr Fahrkönnen geben, defensive und soziale Fahrweise fördern und typische Unfallrisiken sowie Möglichkeiten zur Unfallvermeidung bewusst machen.
Beim Fahrsicherheitstraining wird außerdem das Verhalten des Fahrzeugs in anspruchsvollen Situationen praktisch erlebt und geübt.
Professionelles Feedback zum eigenen Fahrverhalten erhalten.
Typische Unfallarten und Risiken von Fahranfängern kennenlernen.
Eine sichere, soziale und vorausschauende Fahrweise fördern.
Fahrzeugreaktionen unter kontrollierten Bedingungen kennenlernen.
Mehrphasenausbildung der Klasse B
Für die Klasse B sind nach der Prüfung mehrere Ausbildungsschritte vorgesehen. Bei der L17-Ausbildung entfällt die erste Perfektionsfahrt nach der Prüfung.
Mehrphasenausbildung für A1, A2 und A
Auch bei den Motorradklassen ist eine zweite Ausbildungsphase vorgesehen. Sie ist unabhängig davon zu absolvieren, ob bereits eine Lenkberechtigung der Klasse B vorhanden ist.
Was passiert, wenn Ausbildungsteile fehlen?
Die zweite Ausbildungsphase ist verpflichtend. Werden die vorgeschriebenen Ausbildungsschritte nicht innerhalb der vorgesehenen Frist absolviert, folgt laut bisherigem Seiteninhalt zunächst eine Verständigung der Behörde mit Aufforderung und Hinweis auf die Rechtsfolgen.
Perfektionsfahrt: Was wird gemacht?
Eine Perfektionsfahrt ist keine neuerliche Führerscheinprüfung. Sie dient dazu, das Fahrverhalten nach den ersten Monaten selbstständiger Fahrpraxis gemeinsam mit einem speziell geschulten Fahrlehrer zu analysieren und zu verbessern.
Gefahren früh erkennen und richtig darauf reagieren.
Sicheres und soziales Verhalten im Verkehr weiterentwickeln.
Verkehrsbeobachtung und vorausschauendes Fahren verbessern.
Eigene Schwächen erkennen und konkrete Verbesserungen erarbeiten.
Perfektionsfahrten der Klasse B
Die erste Perfektionsfahrt samt Gespräch umfasst nach dem bisherigen Seiteninhalt insgesamt 2 Unterrichtseinheiten. Behandelt werden unter anderem Sitzposition und Lenkradhaltung, ökonomisches Fahren, Autobahn oder Autostraße, komplexe Querstellen, Überholen, Blicktechnik, kommentiertes Fahren, Nebentätigkeiten und Gefahrenvermeidung.
Die zweite Perfektionsfahrt dauert ebenfalls 2 Unterrichtseinheiten und setzt einen Schwerpunkt auf umweltbewusste und treibstoffsparende Fahrweise. Dabei werden Fahrten und Verbrauch verglichen und anschließend gemeinsam ausgewertet.
Perfektionsfahrt bei A1, A2 und A
Bei den Motorradklassen gehören unter anderem ökonomisches Fahren, Freiland- und Schnellverkehr, komplexe Querstellen, Überholen, Blicktechnik und Gefahrenvermeidung zu den Inhalten. Während der Perfektionsfahrt besteht zwischen Ausbildner und Teilnehmer eine Funkverbindung.
Fahrsicherheitstraining
Das Fahrsicherheitstraining verbindet praktische Fahrzeugbeherrschung mit theoretischen Inhalten und einem verkehrspsychologischen Gruppengespräch. Der bisherige Seiteninhalt nennt insgesamt 8 Unterrichtseinheiten zu je 50 Minuten.
Was wird beim Fahrsicherheitstraining gemacht?
Im verkehrspsychologischen Gruppengespräch werden typische Unfallarten und Unfallrisiken von Fahranfängern besprochen. Ziel ist es, persönliche Schwächen und Strategien zur Unfallvermeidung bewusst zu machen.
Im theoretischen Teil geht es unter anderem um Fahrzeugreaktionen beim Kurvenfahren. Im praktischen Teil werden beispielsweise Brems- und Bremsausweichübungen sowie richtiges Kurvenfahren trainiert. Bei der Klasse A gehört auch ein Slalom zum Programm.
Wo kann ich die Mehrphasenausbildung absolvieren?
Der bisherige Seiteninhalt nennt für Perfektionsfahrten der Klasse B Fahrschulen. Für die Motorradklassen werden auch Autofahrerclubs genannt. Fahrsicherheitstrainings werden beispielsweise von Fahrschulen sowie Autofahrerclubs angeboten. Die Auswahl ist nicht auf den eigenen Wohnort beschränkt.
Fahrschule in deiner Nähe finden
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Fahrschulen suchenRechtsgrundlagen
Der bisherige Seiteninhalt nennt als Rechtsgrundlagen das Führerscheingesetz (FSG) §§ 4a, 4b und 4c sowie die Führerscheingesetz-Durchführungsverordnung (FSG-DV) §§ 13a, 13b und 13c.
