Klasse B L17 Ausbildungsfahrt

 

Klasse B L17 - Die vorgezogene Lenkberechtigung

Mit 17 Jahren Auto fahren, früher gehts nicht - zumindest in Österreich - allerdings gilt die Lenkberechtigung bis zum 18 Geburtstag nicht in allen anderen Ländern.

Bei dieser Ausbildungsvariante haben Sie einige Besonderheiten zu beachten:

Das Mindestalter für den Ausbildungsbeginn ist 15,5 Jahre, mit einem Begleiter sind insgesamt 3000 km zu fahren.
Nach jeweils 1000 km werden Schulungen in der Fahrschule absolviert.
Das große Plus, man bekommt den Führerschein schon mit 17 Jahren.

L17-Ausbildungsfahrten nur mit schriftlicher Genehmigung der Behörde und nur innerhalb Österreichs erlaubt!

Persönliche Voraussetzungen des Fahrschülers (Bewerbers)

  • Mindestalter bei Ausbildungsbeginn 15,5 Jahre
  • Mindestalter bei der Theorieprüfung 17 Jahre
  • Verkehrszuverlässigkeit wird nach Antragstellung von der Behörde überprüft
  • Gesundheitliche Eignung Untersuchung beim sachverständigen Arzt (unbedingt vor Antragstellung auf Ausbildungfahrt)

Unterlagen des Bewerbers für die Anmeldung in der Fahrschule

  • Amtlicher Lichtbildausweis
  • Zur Erleichterung der Abwicklung einen Meldezettel, Melderegisterabfrage möglich
  • Falls eine Namensänderung vorliegt die entsprechenden Urkunden
  • Nachweis des akademischen Grades

Der Ablauf

Der Antrag wird bei der Fahrschule eingebracht, die Fahrschule übermittelt den Antrag an die Behörde, die Behörde erlässt nach positiver Erledigung den Bewilligungsbescheid. Dieser ergeht an die Bewerberin/den Bewerber.

Die Fahrten mit dem Begleiter sind nur erlaubt, wenn der Bescheid der Behörde vorliegt, dies gilt auch für Parkplätze!

Für die Bewiliigung der Übungsfahrt ist die Behörde am Hauptwohnsitz des Begleiters zuständig!

Die Bescheid gilt für 18 Monate und wird dem Bewerber nur einmal erteilt!

Anforderungen an den Bewerber um die Lenkberechtigung (Fahrschüler)

  • Mindestalter 15,5 Jahre

  • Verkehrszuverlässigkeit

  • Gesundheitliche Eignung (Ärztliche Untersuchung vor der Antragstellung)

  • Nachweis über die Durchführung der theoretischen sowie der theoretischen Einweisung in der Fahrschule

  • Praktische Vorschulung, Grundschulung und Hauptschulung (12 UE) absolviert

  • Zustimmung der Erziehungsberechtigten/des Erziehungsberechtigten, wenn diese/dieser nicht selbst die Begleitperson ist

Anforderungen an den Begleiter

  • Mindestens seit sieben Jahren im Besitz einer Lenkberechtigung für die Klasse B

  • In den vorangehenden drei Jahren Kraftfahrzeuge der Klasse gelenkt

  • Keine Bestrafung wegen eines Entzugsdelikts und keine zwei zu berücksichtigende Vormerkungen in den dem Antrag unmittelbar vorangegangenen drei Jahren

  • Besonderes Naheverhältnis zum Fahrschüler

  • Wenn der Begleiter nicht selbst der Erziehungsberechtigte des Fahrschülers ist, ist eine Zustimmungserklärung des Erziehungsberechtigten ist erforderlich.

  • Der Begleiter darf nur in Ausnahmefällen mehr als zwei Bewerber innerhalb eines Jahres ausbilden. Für einen Fahrschüler sind auch 2 Begleiter und/oder 2 Fahrzeuge möglich.

  • Die Begleitperson darf für ihre Tätigkeit kein Entgelt annehmen.

Anforderungen an das Ausbildungsfahrzeug

  • Zulassungsschein
  • Eventuell Zustimmungserklärung der Zulassungsbesitzerin/des Zulassungsbesitzers des Fahrzeugs, falls dieser nicht die Begleitperson ist
  • Das Fahrzeug muss keine besonderen Anforderungen erfüllen.

Mehrere Fahrzeuge sind möglich, max. 2. Begleitpersonen

Erforderliche Dokumente für die Antragstellung zur Ausbildungsfahrt

Die folgenden Unterlagen müssen Sie der Behörde vorlegen.

Begleiter

  • Führerschein

  • Nachweis der siebenjährigen Fahrpraxis (Zulassungsschein od. Bestätigung des Dienstgebers)

  • Meldezettel (nicht unbedingt erforderlich, aber eine Verfahrenserleichterung)

Fahrschüler

  • Bestätigung der Fahrschule für die absolvierte Grundschulung (wird automatisch von der Fahrschule erledigt)

  • Namen der Person(en), die den Fahrschüler auf den Ausbildungsfahrten begleiten

Fahrzeug

  • Zulassungsschein oder Zustimmungserklärung des Zulassungsbesitzers

Zustimmungserklärung

  • Wenn der Begleiter nicht der Erziehungsberechtigte des Fahrschülers ist, dann ist eine Zustimmung des Erziehungsberechtigten zur Ausbildungsfahrt erforderlich.

Alle erforderlichen Dokumente im Überblick

Bei der Anmeldung

Vor der Ausbildungfahrt

Vor der Theorieprüfung

Vor der Praxisprüfung

Amtl. Lichtbildausweis - - -
Ev. Meldezettel - - -
Ev. Nachweis des akademischen Grades - - -
Ev. Urkunden bez. Namensänderung - - -
-

Ärztliches Gutachten

- -
- Führerschein des Begleiters - -
- Ev. Nachweis der Fahrpraxis des Begleiters - -
- Bescheid der Behörde abwarten - -
-   - -
-   - -
- - Ein Passfoto -
- - - Nachweis lebensrettende Sofortmaßnahmen

 

  Besonders zu beachtende Bestimmungen

Für Begleiter und Fahrschüler gilt die 0,1 Promille Grenze.

  • 0,1 Promille-Grenze für Begleiter und Fahrschüler - Bei einem Verstoß des Fahrschülers gegen diese Bestimmung, darf der Fahrschüler nicht vor seinem 18. Geburtstag zur Prüfung antreten.
  • Der Begleiter muss auf den Ausbildungsfahrten den Bewilligungsbescheid und seinen Führerschein mitführen, der Fahrschüler einen amtlichen Lichtbildausweis.
  • Der Begleiter darf den Fahrschüler nicht in Verkehrsverhältnisse bringen, denen dieser nicht gewachsen ist, die Verkehrsvorschriften müssen beachtet und Unfälle verhindert werden.
  • Der Begleiter muss (natürlich) neben dem Fahrschüler sitzen.
  • Vorne und hinten am Fahrzeug muss während der Übungsfahrt die „L17-Tafel" gut sichtbar angebracht sein.
  • Über diese Übungsfahrten muss ein Fahrtenprotokoll geführt werden, welches vom Begleiter und vom Fahrschüler unterschrieben werden muss.
  • Ausbildungsfahrten dürfen nur im Inland stattfinden

Wissenswertes

  • Anhänger ziehen ist erlaubt (Anhängerbestimmungen beachten!)

Informieren Sie Ihre Versicherung vor Durchführung der Ausbildungsfahrten

Ausbildungsablauf im Überblick

Zu Beginn der Ausbildung müssen Sie 20 UE Basisschulung und 12 UE Klassenspezifische Schulung in den Theoriekurs, 
Parallel dazu fahren Sie 12 Fahrstunden. Nach dieser Grundschulung (Kurs und Fahrstunden) können Sie den Antrag auf Ausbildungsfahrten bei der Behörde stellen.

Fahrstundenanzahl und Abfolge

Art Anzahl UE á 50 min
Vorschulung 3
Grundschulung 3
Hauptschulung 6
Mind. 1000 km mit Begleiter
1. Begleitende Schulung 2
Mind. 1000 km mit Begleiter
2. Begleitende Schulung 2
Mind. 1000 km mit Begleiter

Perfektionsschulung praktisch

(Prüfungssimulation, Autobahnfahrt)

3
Perfektionsschulung theoretisch 1

Inhalt der begleitenden Schulungen

Alle Schulungen finden im Beisein eines eigens dafür ausgebildeten Fahrlehrers statt!

Der oder die Begleiter (alle!) müssen bei der 1. und 2. Schulung anwesend sein, bei der Perfektionsschulung besteht keine Anwesenheitspflicht!

  • Die 1. Schulung besteht aus einer Fahrt im Privat-PKW, bei der der Begleiter neben dem Fahrschüler sitzt und der Fahrlehrer auf der Rücksitzbank Platz nimmt. Danach folgt ein gemeinsames Gespräch unter der Leitung des Fahrlehrers zu den Themen Geschwindigkeit und Blicktechniken.
  • Die 2. Schulung und die 1. Schulung haben den selben Ablauf, die Themen des Gespräches der 2. Schulung sind Partnerkunde und Gefahrenlehre.
  • Im Rahmen der Perfektionsschulung wird mit dem Fahrschulauto gefahren. Das Gespräch beinhaltet das Thema Beeinträchtigung beim Lenken von Kraftfahrzeugen und soll abschließende Erkenntnisse zu den Ausbildungsfahrten bringen.

Ein fixer Teil aller Schulungen ist das Besprechen der bisherigen Erfahrungen und die Analyse von Gefahrenschwerpunkten. Das Ziel ist Konsequenzen, Erkenntnisse und Vorsätze für ein sicheres Lenken herauszuarbeiten.

Die Schulungen sind keine Prüfungen, ein Durchfallen ist nicht möglich!

Die Fahrschule muss Ihnen die Durchführung jeder begleitenden Schulung schriftlich bestätigten.

 

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